Zusendung: Antifa bleibt Handarbeit

Wir haben Post von Genoss:innen erhalten, die uns darum gebeten haben Folgendes zu veröffentlichen:

Antifa bleibt Handarbeit!

In der Nacht von 28. auf 29.11.2020 kam es zu Aktionen bei Wiener Burschenschaften. Die Österreichische Landsmannschaft (ÖLM) dient seit Jahren als Zentrum des burschenschaftlichen Rechtsextremismus und Antifeminismus. Während es von Burschen- und Mädelschaften als Vereinsheim und Wohnort genutzt wird, konnte ebenso beobachtet werden, wie die neofaschistische Identitäre Bewegung die Räumlichkeiten als Treff- und Koordinationspunkt für ihre kläglichen Auftritte nutzt.

Die ÖLM dient auch als Sitz der Redaktion des Eckarts, die u.a. die Propaganda des rechtsextremen Antifeministen Georg Immanuel Nagel verbreitet. Wir erinnern uns, Nagel ist der Faschist, der eine Woche nach dem islamistischen Anschlag in Wien mit Maschinengewehr Geräuschen durch Wien fuhr. An dieser Stelle möchten wir unsere Solidarität mit den Genoss:innen aussprechen, die sich um das Fahrzeug gekümmert und den antifaschistischen Advent eingeläutet haben.

Geläutet hat es auch an der Haustür von Florian Köhl und Johann Seltenhofer. Köhl, gebürtiger Deutscher, treibt sich in Wien nun seit längerer Zeit im Kreis der Identitären Bewegung und des Rings Freiheitlicher Studenten herum. Die Konsequenz davon blieb ihm nicht erspart. Auch im Umfeld der Corona-Schwurbler ist Köhl immer wieder anzutreffen. Nichts Unerwartetes, erinnert mensch sich an die Berichte rund um die Corona-Party in einer Wiener Burschenschaft.
Der WU-Student und parlamentarische Mitarbeiter der FPÖ, Johann Seltenhofer, ist ebenfalls Teil von Köhls Burschenschaft. Seltenhofer findet mensch immer wieder beim Burschi-Bummel auf der Hauptuni Rampe, oder bei der Anti-Corona-Demo der FPÖ im Mai.

Die ÖLM, sowie die Burschenschaft Albia, sind exemplarische Ziele antifaschistisch-feministischer Intervention. Sie wurden gekennzeichnet als eben jene Schandflecke, die sie nunmal sind. Sich dem Rechtsextremismus auf allen Ebenen entgegenzustellen und ihn da anzugreifen, wo es ihn am meisten trifft, ist der Ursprung dieser Aktion. “Wir kriegen euch alle” steht es an der Hauswand der aB! Albia geschrieben. Bis dahin wünschen wir allen Genoss:innen einen subversiv-besinnlichen Advent!

Als AWW geben wir natürlich Genoss:innen die Möglichkeit über uns zu Veröffentlichen und drücken damit unsere volle Solidarität mit ihrer Aktion aus. Alerta!